Das Ziel des AEPM ist es, verschiedene Organisationen und Personen, die an der Druckgeschichte interessiert ist, zusammenzuführen, um Wissen, Erfahrungen, Herangehensweisen und Ressourcen in allen Feldern der grafischen Kunst, wie sie von der Zeit Gutenbergs bis zum heutigen Tag praktiziert werden, zu teilen.

Mitglieder können werden: Druckmuseen, historische Druckwerkstätten und Sammler, die sich aktiv für die Erhaltung des Erbes der Druckindustrie einsetzen.

Über ganz Europa verteilt finden sich eine Vielzahl von Druck- und Papiermuseen, Druckwerkstätten, private Sammlungen und Druckkunst-Abteilungen in Technikmuseen,die die Maschinen, Techniken und Fähigkeiten der Vergangenheit bewahren: Setzen, Holz- und Kupferstich, fotomechanische Prozesse, verschiedenen Methoden, Tinte auf Papier zu bringen, Veredelung und Buchbinden.

Ähnlich unterschiedlich sind auch die Akteure, die daran beteiligt sind, die Maschinen, Technologien und Fähigkeiten der Vergangenheit zu bewahren und zu übermitteln: praktizierende und frühere Drucker, Sammler, professionelle Museumsmitarbeiter, Archivare, Historiker, Typografen und Grafikdesigner, Künstler und Grafiker… und die Liste ist bei weitem nicht erschöpft.

Obwohl Museen, Werkstätten und Sammler hierin alle einen eigenen Ansatz verfolgen, teilen sie alle ein gemeinsames Ziel: das Bewahren, Vermitteln und Interpretieren der vielen verschiedenen Möglichkeiten, mit denen die Druckkunst und die grafische Kunstzuder Verbreitung von Informationen und Wissen sowie zu dem gesellschaftlichen Fortschritt beigetragen hat.

Ursprünge des AEPM

Der Arbeitskreis AEPM wurde im Februar 2003 in Grevenmacher (Luxemburg) gegründet, mit dem Ziel, die Europäischen Druckmuseen zur Zusammenarbeit anzuregen, und das Andenken an die Druckkunst als einen wichtigen Teil europäischer Kulturgeschichte zu fördern.

Ursprünglich war es eine informelle Gruppe, die sich rund um ein Projekt mit dem Titel “Bewahrung der historischen Druckfertigkeiten” gebildet hat, dessen Zweck es war, Museumsfachleute im Hinblick auf die Bewahrung traditioneller Druckfertigkeiten und -techniken zusammenzubringen. Auch wenn viele Europäische Druckmuseen und Werkstätten schon über die hierzu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügten, bestand eine konkrete Nachfrage nach speziell ausgebildeten Museumsmitarbeitern, die sich in Zukunft noch bedeutend verstärken würde, wenn einst weitverbreitete industrielle Prozesse einmal der Vergangenheit angehören sollten.

Es wurde rasch offenkundig, dass Druckmuseen und verwandte Museen nicht im luftleeren Raum agieren. Sie arbeiten fast alltäglich mit den vielen Sammlern und historischen Werkstätten zusammen, die eine wesentliche Rolle dabei spielen, die Maschinen und die praktischen Fähigkeiten, wie sie über die Jahrhunderte angewandt wurden, zu bewahren, sei es in einem künstlerischen, industriellen oder post-industriellen Umfeld.

Im September 2012 entschied der AEPM, seine Mitgliedschaft für Werkstätten und aktive Sammler im Bereich der Druckgeschichte zu öffnen.

Im Februar 2014, konstituierte sich der AEPM formell als gemeinnütziger Verein, registriert in Brüssel unter belgischem Recht.

Als ein umfassendes Netzwerk von Museen, historischen Werkstätten und Sammlern, konzentrieren sich die Aktivitäten des AEPM auf:

– den Informations-, Erfahrungs- und Wissensaustausch über die Maschinen und Fähigkeiten, die einst im Druckgewerbe üblich waren, die aber durch moderne Industrieprozesse abgelöst wurden

– die Ausbildung von Spezialisten in traditionellen Drucktechniken, im Hinblick auf deren aktive Bewahrung und Weitervermittlung an künftige Generationen

– die Entwicklung neuer Präsentations- und Vermittlungstechniken der Druckgeschichte im Hinblick darauf, ein besseres Verständnis über die Zusammenhänge zwischen vergangenen und heutigen Kommunikationstechniken zu schaffen.

 

Informationen: info@aepm.eu

Mitgliedschaft: membership@aepm.eu

Beitrittsntrag